Information on the 11th Baltic Sea Summer School, Tartu, Estonia, August 6-11, 2017, now available!

Stiftungszwecke und Projekte


Epilepsieforschung:

Ein kleine Stiftung wie die unsere kann sich selbstverständlich nicht mit den großen Forschungsförderungsinstitutionen wie Deutsche Forschungsgemeinschaft oder Volkswagenstiftung vergleichen. Aber auch die Mittel der großen Institutionen reichen bei weitem nicht aus um alles zu finanzieren, was förderungswürdig ist. Die Stiftung Wolf hat sich hauptsächlich angesprochen gefühlt, wenn gute Forschungsvorhaben am Fehlen einer Anfangsförderung oder sonst eines begrenzten Zuschusses zu scheitern drohten. Beispiele:

  • Wir haben über 3 Jahre eine Forschungsstelle mitfinanziert, bei der es um die Entwicklung eines Systems zur automatischen Anfallserkennung ging. Die Stelleninhaberin Frau Isa Conradsen, hat ihre Arbeit 2012 mit einer glänzenden Habilitation abgeschlossen. Ihr innovativer Zugang zu dem Problem: Sie hat eine raffinierte Methode entwickelt, die elektrische Muskelaktivität zu analysieren, die treffsicherer ist als die bisherigen unzuverlässigen Apparate, die Bewegungen registrieren. (s.a. Publikationen)
  • Ein Internationales Forschungskonsortium, in dem Institute aus Brasilien, Dänemark, Deutschland, Indien, Japan, Litauen, Slowenien und Uruguay zusammenarbeiten, unterucht den Einfluss provozierender und hemmender Faktoren auf die Anfallsentstehung. Es geht darum, besser zu verstehen, was im Gehirn eigentlich genau passiert, wenn es zu einem Anfall kommt. Daraus werden sich hoffentlich neue Behandlungsansätze entwickeln lassen. Die Stfitung hat durch Zuchüsse Arbeitstreffen des Konsortiums am Rande internaitonaler Kongresse ermöglicht. (s.a. Publikationen)
  • Ein besonders aktuelles Forschungsgebiet ist die Aufklärung der genetischen Grundlagen der verschiedenen Epilepsiesyndrome. Die Kieler Arbeitsgruppe von Prof. Stephani hatte auf internationaler Basis Blutproben von Kindern mit der seltenen Variate der frühkindlichen Absencen gesammelt, brauchte aber noch Unterstützung für die teuren Laboranalysen. Hier konnten wir helfen.




Prof. Peter Wolf bei EEG Auswertung

Schulungen, Fort- und Weiterbildung:

Dieser Stiftungszweck ist in den letzten Jahren in den Mittelpunkt unserer Arbeit gerückt, da wir in diesem Bereich auch organisatorische Verantwortung übernommen haben. 

  • Die Stiftung hat die von Prof. Wolf initiierte jähliche internationale Ostsee-Sommerakademie für Epilepsie (Baltic Sea Summer School for Epilepsy, BSSSE) seit ihrem Start im Jahre 2007 durch Vergabe von Teilnehmerstipendien gefördert. Seit 2011 führen wir auch das Sekretariat der BSSSE mit Frau Petra Novotny bei uns. Näheres siehe Menüpunkt.

  • Darüberhinaus wurden und werden auf Antrag andere Fortbildungsprogramme im Einzelfall im Rahmen des Möglichen gefördert


Strukturverbesserungen in der Epilepsieversorgung:

Eines der aktuellen Hauptprobleme in der Epilepsie ist, daß die inzwischen vorhandenen hervorragenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei weitem nicht allen Betroffenen zugute kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig. In Entwicklungsländern mit unzureichenden Gesundheitsbudgets bestehen enorme "Behandlungslücken", weshalb man annimmt, daß weltweit nur ca. 15% aller von Epilepsie Betroffenen überhaupt irgendeine Form von Behandlung bekommen. Aber auch in den Industrieländern führt mangelnde Kenntnis moderner Behandlungsmethoden, Zurückhaltung bei der Überweisung zu Epilepsiespezialisten und die oft fehlende Orientierung am Ziel der Anfallsfreiheit dazu, daß wesentlich weniger Patienten als möglich erfolgreich behandelt werden. Die konsequente Fortbildung von Fachpersonal, z.B. bei der Ostsee-Sommerakademie, erfüllt hier eine Schlüsselfunktion.Auch die  Bewusstmachung transkultureller Differenzen kann als Voraussetzung für Initiativen zur Verbesserung eine wichtige Rolle spielen.


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